Baudenkmale, Mahnmale und Sehenswürdigkeiten
Zu besichtigen gibt es in Bautzen mehr als 1.500 Baudenkmale, Mahnmale und andere Sehenswürdigkeiten:
Kornmarkt - Stadtmuseum, Reichenstraße - Hauptgeschäftsstraße, Hauptmarkt - Rathaus, Heringstraße, Burglehn, Burgplatz - Schloß Ortenburg, Schloßstraße, An der Petrikirche, Wendische Straße, Kornmarkt, Domstift mit Domschatzkammer und die berüchtigten Gefängnisse Bautzen I (Gelbes Elend) und Bautzen II.
Bautzen-Budysin-Information
Hauptmarkt 1
02625 Bautzen
Bautzen (wendisch Buddissin)*,
Hauptstadt des gleichnamigen königlich sächsischen Regierungsbezirks, welcher die sächsische Oberlausitz umfasst und ein Areal von 2455 Quadratkilometern mit (1871) 330.133 Einwohnern hat, die erste der so genannten Bierstädte.
Sie liegt einen der sächsisch-schlesischen Staatsbahn auf einer steilen Anhöhe rechts über der Spree, über welche eine schöne Eisenbahnbrücke führt, und besteht aus der eigentlichen, mit Mauern und Warttürmen umgebenen Stadt und 3 Vorstädten von denen zwei durch Alleen von der eigentlichen Stadt geschieden und mit Wall und Graben (jetzt zum Teil Promenaden) umgebenen sind, während die dritte, dass meist von Wenden bewohnte Dorf Seidau, nördlich am anderen Ufer der Spree liegt und mit der Stadt durch eine neue eiserne Brücke von 21 Meter Länge verbunden ist. Die Stadt hat schöne massive Häuser und gutgepflasterte breite Straßen. Im Nordwesten, auf dem höchsten Punkt der Stadt, liegt das uralte, 958 gegründete, aber später wiederholt abgebrannte Felsenschloß Ortenburg, ehemals häufig die Residenz der Könige von Böhmen, jetzt Sitz der Oberamtsregierung.
Unter den Kirchen ist die Vorzüge löste der Dom Sankt Petri am Markt, ein großer Hallenbau von unregelmäßiger Grundform, 1441 bis 1497 erbaut, mit 94 Meter hohem Turm, fünf großen Glocken und kostbaren Kirchengefäßen (darunter ein vom Papst geschenkter silberner Bischofsstab). Die Kirche ist seit 1543 paritätisches Gotteshaus für Katholiken (deren B. 1200 zählt) und Protestanten, die zu verschiedenen Stunden und in verschiedenen Abteilungen ihren Gottesdienst darin halten. Andere Kirchen sind die zu Sankt Maria und Martha (1453 eingeweiht, der Garnisonskirche für Protestanten), die protestantische Dreifaltigkeits- oder Taucherkirche (1599 eingeweiht), die Sankt Michaeliskirche (für wendische Protestanten, 1429 erbaut) und die Kirche zu Unserer Lieben Frau (für wendische Katholiken). Die ehemalige Heiligegeistkirche ist abgetragen worden. Andere ansehnliche Gebäude sind: die beiden Landschaftshäuser, die Dechanei (das Kapitelhaus), dass schöne schlankgetürmte Rathaus, dass große Gewandhaus, die Kaserne (1844), dass Stadtkrankenhaus (1845), dass neue Gymnasialgebäude (1865 bis 1867), die neue Bürgerschule (im romanischen Stil, mit den Statuen von Luther und Melanchthon).