Sinnlicher Rausch
Dein sündiger Mund ist mein Grab, so unwiderstehlich ist der Duft deines süßen Atems. Denn meine Tugend ist im sinnlichen Rausch eingeschlafen. Ich trinke berauscht und von Sinnen aus der Quelle und versinke willenlos in den Tiefen.
Verklärte Augen sind die Hölle der Liebe. Die Mondwinde aus dem Wüstenland, der Wind der Sünde, mein Atem, mein Schweiß, mein Blut. Der Staub und die Luft, der Regen und die Sonne, die Liebste, die Flamme und der Tod. Der Lufthauch und der Wind, sie sind alles, was ich einatme, und ich bin in ihren Augen. In ihrem Atem sehe ich meine Sünde und alles, was die Sünden mir antun können. Sie brüstet sich, sie wagt es zu gefallen. Ich sehe es in Ihren Augen, meine Sünden, die noch lebendig sind, und in meinen Knochen, sie sind noch nicht tot. Ich sehe meine Schande, ein Sakrileg.
Vergessen Sie meine Verfehlungen. Gehen wir in die Berge, wohin wollen wir? Auch wenn ich kein Zuhause mehr finde, meine Vergehen sind mir bereits vergeben. Ihre Missetaten, unser Unrecht, ihre Verfehlungen, werden alle ihren Weg durch die Welt zu uns finden. In einer blitzschnellen, eiskalten Umarmung vergeht eine Nacht der Glückseligkeit. Sie wollen eine Kostprobe? Ich werde Ihre Sünde mit Freuden vertilgen, und Sie werden sich erkennen. Ich werde meine Sünden rundherum hinterlassen, ich werde nie wieder dabei sein.
Mein heißer Körper glüht, sein Atem, er zittert wie ein junger Rosenbusch, der vom warmen Mairegen geküsst wird. Ich folge dir in das wilde Land der Sünde und pflücke Feuerlilien auf dem Weg, auch wenn ich kein Zuhause mehr finde.


